Logiktest

Welche Zahl folgt in der Reihe? Welches Wort passt nicht zu den anderen? Und welches Element ergänzt die anderen auf logische Art und Weise? Solche Fragen können Teil eines Logiktests sein. Dieser ist nicht selten Bestandteil eines Einstellungstests – schließlich gibt er nicht nur Hinweise auf die Intelligenz und Auffassungsgabe des Getesteten, sondern auch darauf, wie dieser unter Druck funktioniert. Bei Personalern sind solche Tests deshalb gerade für anspruchsvolle, analytische oder wissenschaftliche Stellen sehr beliebt. Die Bewerber hingegen schätzen den Logiktest selten, schließlich beinhaltet er knifflige Fragen. Wie bei allem gilt: Gute Vorbereitung kann enorm hilfreich sein. Denn auch wenn das Abschneiden beim Logiktest durchaus mit der Intelligenz des Getesteten zusammenhängt, wiederholen sich doch bestimmte Muster in den Tests. Wer diese durch gute Vorbereitung und Übung durchschaut, hat im Test selbst sehr viel bessere Chancen, gut abzuschneiden – und damit auf den Zuschlag für den gewünschten Job.

Was erfahre ich durch einen Logiktest?

Ein Logiktest gibt dabei Aufschluss über die analytischen Denkfähigkeiten des Testers. Wie schnell erkennt er oder sie, worauf die Frage abzielt? Wie setzen sich Zahlenreihen logisch fort? Und wie errechnet man das Alter einer Person anhand von Hinweisen? Wer solche Fragen mit Leichtigkeit beantwortet, ist in aller Regel ein sehr logisch denkender Mensch – eine Eigenschaft, die Entscheidungsträger im Bewerbungsprozess an potentiellen Mitarbeitern schätzen. Denn solche Menschen sind häufig sehr gut geeignet, um auch schwierige Problemstellungen im Beruf mit kühlem Kopf zu lösen. Nicht selten sind sie gute Analytiker.

Auch auf die Intelligenz der getesteten Person gibt ein Logiktest Aufschluss. Wer mit logischem Denken unter Zeitdruck Probleme hat, kann jedoch durch gute Vorbereitung meist ebenfalls ein gutes Testergebnis erzielen. Ein Logiktest kann dabei äußerst knifflige Fragen beinhalten und sollte deshalb nicht unterschätzt werden. Da er im Rennen um einen Job in aller Regel unter vergleichsweise starkem Zeitdruck absolviert wird, wird der Stress für den Bewerber noch erhöht.

Wie kann mir ein Logiktest helfen?

Zu unterscheiden ist die Motivation, mit der ein Logiktest durchgeführt wird. Wer einen solchen Test für sich selbst absolviert, ist vermutlich an der eigenen Intelligenz interessiert – ganz ohne Druck. Das Testergebnis gibt Hinweise auf das analytische Denkvermögen und die Fähigkeit, abstrakt zu denken.
Häufig werden jedoch auch Bewerber um einen Job mit einem Logiktest konfrontiert – die Teilnahme ist dann nicht mehr ganz so freiwillig und der Druck auf den Getesteten ungleich höher als wenn er den Test aus reinem Interesse in Ruhe vor dem heimischen Computer durchführt. Aufschluss auf die genannten Talente und den Intelligenzquotienten gibt der Test jedoch in beiden Fällen.

Logisches Denken ist dabei zwar einerseits ein Talent, über das manche Menschen mehr und andere weniger verfügen. Es kann jedoch auch trainiert werden – was insbesondere bei einem bevorstehenden beruflichen Einstellungstest sehr hilfreich sein kann. Dabei macht es Sinn, die antizipierte Testsituation so realistisch wie möglich zu simulieren – und den Test in der Vorbereitung ebenfalls unter Zeitdruck durchzuführen. Vor allem, wer sich mit den entsprechenden Fragen vor der Prüfungssituation noch nie zuvor befasst hat, läuft sonst Gefahr, ein Blackout zu haben, wenn es darauf ankommt. Durch gute Vorbereitung ist ein positives Abschneiden im Logiktest sehr viel wahrscheinlicher – nicht zuletzt, weil der Geprüfte meist entspannter in die Testsituation gehen kann, da er schon weiß, was ihm bevorsteht.

Wie funktionieren Logiktests?

Wie der Name schon sagt, kommt es beim Logiktest auf die Fähigkeit zum logischen Denken an. Der Test besteht aus einer Reihe von Fragen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, die die Logikfähigkeit des Getesteten messen. Bei den oft sehr unterschiedlichen Fragen kommt es darauf an, logische Schlussfolgerungen aus vorgegebenen Informationen und Hinweisen zu ziehen. Nicht immer ist auf Anhieb erkennbar, worauf eine Fragestellung abzielt. Häufig sind solche Tests eine Mischung aus Zahlen- und Symbolreihen und Textaufgaben. Oft wird nach Analogien gefragt, beispielsweise, was das logische Pendant zu Federn bei Vögeln bei Hunden ist. Häufig muss der Tester aus einer Reihe von Begriffen das Wort heraussuchen, das nicht oder gerade zu anderen genannten Worten passt. Bei einer Textaufgabe kommt es darauf an, aus den in der Frage enthaltenen Informationen auf die richtige Antwort zu schließen.

Nicht selten ist die logische Antwort nicht gleich ersichtlich. Manche Fragen können gar irreführend sein und eine falsche Antwort auf den ersten Blick naheliegen. Gerade wenn ein solcher Test unter Zeitdruck durchgeführt wird, kann es sinnvoll sein, eine Frage zu überspringen, bei der die richtige Antwort dem Tester partout nicht ins Auge springt. Andernfalls ist der Zeitverlust häufig zu groß, wenn man zu lange über eine einzige Frage nachdenkt. Im Zweifelsfall kann der Getestete zu dieser Frage zurückkehren, wenn er am Ende noch Zeit dafür hat.

Ganz besonders wichtig ist die gründliche Vorbereitung auf einen Logiktest. Auch intelligente Menschen haben häufig Probleme mit den entsprechenden Fragen, wenn sie ungewohnt für sie sind. Vorheriges Training kann das Testergebnis stark positiv beeinflussen. Selbst wenn die zuvor geübten Fragen in dieser Form nicht Bestandteil des Tests sind – in ihrer Form und der Art der Fragestellung gleichen sie sich doch meist. Bestimmte Typen von Fragen kommen immer wieder vor. Wer schon Übung darin hat, erkennt leichter, worauf eine Frage abzielt und welche Gesetzmäßigkeit damit möglicherweise angesprochen ist. Gerade im Bewerbungsprozess kann ein überzeugend absolvierter Logiktest den Kandidaten im Rennen um den Job nach vorne befördern.

Im Internet gibt es diverse Webseiten, auf denen kostenlose Logiktests angeboten werden. Dort ist das Training für einen Logiktest im Bewerbungsverfahren leicht möglich.

Wo werden Logiktests häufig eingesetzt?

Logiktests sind immer häufiger Bestandteil von Einstellungsprozessen von Unternehmen und Organisationen für einen Job. Sie kommen im Bewerbungsprozess ebenso vor wie Persönlichkeitstests oder das persönliche Gespräch. Auch im häufig mehrere Tage dauernden Assessment-Center kann der Bewerber damit rechnen, gebeten zu werden, einen solchen Test auszufüllen.

Personaler schließen von den Testergebnissen nicht nur auf die Intelligenz des Bewerbers, sondern auch auf seine Fähigkeit, unter Druck Entscheidungen zu treffen und einen klaren Kopf zu bewahren. Wer positiv abschneidet, sammelt damit Pluspunkte im Bewerbungsprozess. Wer hingegen durch ein schlechtes Testergebnis auf sich aufmerksam macht, katapultiert sich je nach den spezifischen Job-Anforderungen der Entscheidungsträger unter Umständen damit aus dem Rennen.