Der Bewerbungsprozess

Die verschiedenen Schritte im Bewerbungsprozess

Der Weg zum angestrebten Traumjob beginnt im Anschluss an die Stellensuche und -auswahl in aller Regel mit einer schriftlichen oder einer Online-Bewerbung. Mit der Übermittlung ihrer Bewerbungsunterlagen an das Unternehmen haben Bewerber bereits den ersten Schritt gemacht und der Bewerbungsprozess hat spätestens jetzt begonnen. Doch mit dem Versand der Bewerbungsunterlagen ist es noch nicht getan – sowohl für Bewerber, als auch für Arbeitgeber hält der Bewerbungsprozess nun noch weitere Aufgaben und Herausforderungen bereit. Nachfolgend soll aufgezeigt werden, welche weiteren Schritte Bewerber im Anschluss an den Versand der Bewerbungsunterlagen noch einplanen sollten.

Schritt 1 im Bewerbungsprozess: Welche Bewerber verfügen über ein passendes Profil und über die gewünschten Qualifikationen?

Nach dem die Bewerbung bei der entsprechenden Stelle im Unternehmen eingegangen ist, sichten in aller Regel die Mitarbeiter der Personalabteilung die Bewerbungsunterlagen der Bewerber. Bei Online-Bewerbungen kann jedoch bereits noch bevor ein Mitarbeiter des Unternehmens die Bewerbung gesehen hat, eine erste, automatisierte Auswahl durch ein entsprechendes System erfolgen. Beispielsweise werden die Bewerberdaten, wie beispielsweise Schulabschluss und Abschlussnoten, mit den Anforderungen des Unternehmens für die neue Stelle abgeglichen. Erfüllen die Bewerber diese ersten, grundsätzlichen Anforderungen nicht, so kann der Bewerbungsprozess bereits an dieser Stelle mit dem Versand einer Absage durch das Unternehmen beendet sein. Die Bewerbungsunterlagen der Bewerber, die diese mögliche erste Hürde überstanden haben, werden dann, wie bereits eingangs erwähnt, gesichtet. Als Ergebnis dieser Sichtung entstehen verschiedene Stapel, von welchen einer davon die Unterlagen derjenigen Bewerber beinhaltet, die dem gewünschten Anforderungsprofil der offenen Stelle entsprechen und die daher den nächsten Meilenstein innerhalb des Bewerbungsprozesses erreicht haben. Je nach Anzahl der Bewerber, kann bereits diese Auswahl seitens des Unternehmens eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Bewerber sollten also nicht damit rechnen, bereits wenige Tage nach der Abgabe der Bewerbung eine Zu- oder Absage zu erhalten.

Schritt 2 im Bewerbungsprozess: Persönliches Kennenlernen am Telefon

Wenn die eingereichten Bewerbungsunterlagen die ersten Hürden überstanden haben, so erfolgt bei vielen Unternehmen im nächsten Schritt des Bewerbungsprozesses eine Einladung zu einem Telefongespräch. Alternativ kann bereits in diesem zweiten Schritt direkt eine Einladung der Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch vor Ort durch das Unternehmen erfolgen. Das Telefoninterview vermittelt allerdings einen ersten Eindruck und kann gegebenenfalls bereits eine höhere Aussagekraft besitzen, als viele Bewerber möglicherweise vermuten. Bereits an der Art und Weise, wie Bewerber auf Fragen reagieren, an der Spontanität und der Vorbereitung, lassen sich erste Schlüsse darüber ziehen, ob die jeweiligen Bewerber in das Team der neuen Firma passen werden und wie diese gegebenenfalls auch auf die Kunden des Unternehmens wirken könnten. Auch die Motivation, die ein Bewerber oder eine Bewerberin für die neue Stelle und das neue Unternehmen mitbringt, lässt sich im Laufe eines Telefongesprächs im Vergleich mit den schriftlichen Bewerbungsdokumenten besser beurteilen.

Bereits zu diesem Zeitpunkt kann eine erste Einschätzung, sowohl durch das Unternehmen, als auch durch die Bewerber erfolgen, ob die gegenseitigen Erwartungen bezüglich der angebotenen Stelle weitgehend übereinstimmen oder stark auseinander driften. Der Vorteil des Telefongesprächs: Beide Seiten erhalten einen ersten, fundierteren Eindruck voneinander. Dadurch kann gegebenenfalls bereits jetzt erkannt werden, ob es sich lohnt, die nächsten Schritte im Bewerbungsprozess zu gehen, oder ob es vermutlich weitaus bessere Alternativen gibt. Daher können zu diesem Zeitpunkt sowohl Bewerber, als auch Unternehmen noch viel Zeit und Energie sparen.

Schritt 3 im Bewerbungsprozess: Das Vorstellungsgespräch

Diejenigen Bewerber, die auch während des Telefoninterviews von ihrer Person überzeugen konnten und das Unternehmen nun endgültig neugierig gemacht haben, erhalten im Anschluss in aller Regel eine Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch. Bei dieser Unterredung ist in aller Regel ein Vertreter aus der Personalabteilung, der künftige direkte Vorgesetzte aus der jeweiligen Fachabteilung und dessen Vorgesetzter anwesend. Bei kleineren und mittelständischen Unternehmen nimmt anstelle des letzteren häufig ein Vertreter der Geschäftsführung am Bewerbungsgespräch teil. Die Bewerber, die nun auch während des Vorstellungsgesprächs von sich überzeugen konnten, können sich in aller Regel in Kürze auf eine Zusage für die neue Stelle freuen. Vor allem bei großen Unternehmen kann auf Bewerber jedoch auch eine Alternative zum gewöhnlichen Vorstellungsgespräch warten: Das Assessment-Center.

Alternativer Schritt 3 im Bewerbungsprozess: Das Assessment-Center

Innerhalb des Bewerbungsprozesses kann ein Assessment-Center ein weiterer Schritt, den die Bewerber auf dem Weg zur neuen Stelle gehen müssen, sein. Dieses muss in der Reihenfolge nicht zwingendermaßen nach dem Telefoninterview angesiedelt sein. Beispielsweise kann bereits nach der schriftlichen Bewerbung und dem anschließenden Screening der Bewerbungsunterlagen die Einladung zu einem Assessment-Center erfolgen. Ziel des Assessment-Centers für das Unternehmen ist es, mehr über die Fähigkeiten und das Verhalten der Bewerber bei der Lösung der im Rahmen des Assessment-Centers gestellten Aufgaben zu erfahren. Dabei können sowohl Einzelaufgaben gestellt werden (beispielsweise Interviews oder das Erstellen einer Präsentation), als auch Aufgaben, die in einer Gruppe gelöst werden müssen (beispielsweise im Rahmen einer Gruppendiskussion). Auch dieser Schritt im Bewerbungsprozess liefert den Personalverantwortlichen nützliche Hinweise darauf, ob ein Bewerber die gewünschten Kriterien für die relevante Stelle erfüllt. Besonders bei großen Unternehmen sollten sich Bewerber unbedingt auf ein Assessment-Center einstellen. Häufig können Bewerber bei größeren Unternehmen bereits vorab durch eine Recherche im Internet in Erfahrung bringen, welche Schritte sie während des Bewerbungsprozesses voraussichtlich durchlaufen werden.