Das Bewerbungsgespräch

Die richtige Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch kann einen großen Teil zu dessen Erfolg beitragen. Auf diese Weise können Sie unangenehmen Überraschungen vorbeugen und sind darüber hinaus nicht so einfach aus dem Konzept zu bringen. Auch können Sie durch schlagfertige und wohlüberlegte Antworten gegebenenfalls Pluspunkte sammeln, wenn Sie sich bereits vorab gut auf typische Fragen eines Bewerbungsgesprächs vorbereiten.

Sammeln Sie vor dem Bewerbungsgespräch Informationen über das Unternehmen

Im Vorfeld des Gespräches sollten Sie sich gründlich über Ihren potenziellen zukünftigen Arbeitgeber informieren. Als erste Anlaufstelle dient hierfür natürlich das Internet. Der Fokus Ihrer Recherche sollte sowohl auf Hintergrundinfos zum Unternehmen als auch auf aktuellen Entwicklungen liegen. So können Sie sich bereits vorab ein Bild von momentan im Unternehmen wichtigen Vorgängen machen. Bezüglich der grundlegenden Hintergrundinfos zum Unternehmen sollten Sie unter anderem Fragen zur Unternehmensphilosophie (in sofern diese öffentlich eingesehen werden kann), zu Anzahl und Orten der Niederlassungen sowie zum Produkt- und Dienstleistungsportfolio des Unternehmens während des Bewerbungsgesprächs nicht in Bedrängnis bringen können.

Achten Sie auf Ihr Erscheinungsbild

Ein gepflegtes Auftreten ist bei jedem Bewerbungsgespräch ein Muss. Auf keinen Fall sollten Sie sich jedoch verstellen. Wählen Sie hochwertige und gut geschnittene Kleidung, in der Sie sich auch wohlfühlen – so wirken Sie in aller Regel selbstbewusster und sicherer. Natürlich spielt auch der Dresscode des jeweiligen Unternehmens eine Rolle. Haben Sie sich um eine Stelle in einer eher konservativen Branche beworben, sollten Sie auch zu konservativer Kleidung greifen. In kreativen Bereichen kleidet man sich allgemein etwas lockerer. Dasselbe gilt auch für Schmuck, Frisuren und Make-up. Selbstbewusstes sowie freundliches Auftreten und Pünktlichkeit runden Ihre Gesamterscheinung positiv ab.
Besonders wichtig für die Damen: Vermeiden Sie Kleidung, die Ihre körperlichen Reize zur Schau stellt. Weite Ausschnitte, kurze Röcke und transparente Materialien sind für das Bewerbungsgespräch tabu.

So läuft ein Bewerbungsgespräch ab

Wie jedes andere Gespräch beginnt auch das Bewerbungsgespräch mit einer Begrüßung. Dann folgt meist etwas Small Talk zum Aufwärmen. An diesen reiht sich in der Regel die Selbstvorstellung des Bewerbers. Hier haben Sie die Gelegenheit, alle wichtigen Punkte Ihrer Ausbildung sowie Ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn anzubringen. Anschließend folgt meist die Vorstellung des Unternehmens sowie der zu besetzenden Position. An dieser Stelle können Sie Ihr zuvor recherchiertes Wissen anbringen und argumentieren, warum gerade Sie die beste Wahl für die Besetzung der Stelle sind. Natürlich haben Sie im Laufe des Gesprächs auch Gelegenheit, Fragen zu den Aufgaben, dem Arbeitsvertrag sowie dem Gehalt zu stellen. Der Gesprächsabschluss ist meist genauso locker wie der Einstieg. Für das gesamte Gespräch gilt: Hören Sie Ihrem Gegenüber immer konzentriert zu und achten Sie auf dessen Reaktionen, wenn Sie sprechen. Bleiben Sie darüber hinaus auch bei kritischen oder provokanten Fragen und Aussagen ruhig und sachlich. In aller Regel sollen solche Aktionen Bewerber aus der Reserve locken und in eine Stresssituation versetzen. Mit einer ruhigen und sachlichen Argumentation können Sie sich aus dieser unangenehmen Situation befreien und Pluspunkte sammeln.

Mit diesen Fragen müssen Sie in einem Bewerbungsgespräch rechnen

Im Laufe eines Bewerbungsgesprächs fühlt man Ihnen gründlich auf den Zahn.
Zu den gängigen Fragen zählen dabei:
– Fragen nach Lücken im Lebenslauf: Beantworten Sie diese ehrlich und liefern Sie eine möglichst plausible Erklärung für eine Lücke in Ihrem Lebenslauf. Bestenfalls können Sie dieser Lücke etwas nachvollziehbar positives abgewinnen.
– Fragen nach persönlichen Stärken und Schwächen: Beantworten Sie diese, ohne zu übertreiben. Nach Möglichkeit sollten Sie gerade solche Schwächen anführen, denen auch etwas positives abzugewinnen ist. Schwächen hingegen, die Ihre fachliche Kompetenz mindern oder in Frage stellen können, sollten Sie vermeiden. Zeigen Sie darüber hinaus gegebenenfalls auf, auf welche Weise Sie an Ihren Schwächen arbeiten.
– Fragen nach Erfolgen und Misserfolgen: Achten Sie bei der Beantwortung dieser Fragen darauf, einen Bezug zu Ihrer Arbeit herzustellen. Betonen Sie, dass Sie aus Ihren Misserfolgen gelernt haben.
– Fragen nach Zukunftsvorstellungen: Legen Sie Ihre Perspektiven und deren Bezug zum Unternehmen dar. Eine typische Frage bezüglich Ihrer Zukunfstvorstellungen lautet beispielsweise „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“.
– Fragen nach Gehaltsvorstellungen: Informieren Sie sich im Vorfeld des Bewerbungsgespräches über das übliche Gehaltsniveau vergleichbarer Positionen und nennen Sie einen realistischen Rahmen. Bei Gehaltsverhandlungen sollten Sie nachvollziehbar, auch unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Qualifikationen, darlegen können, wie Sie auf Ihre Gehaltsvorstellungen kommen.