Bewerbungsmappe

Eine ordentliche Bewerbungsmappe für einen gelungenen ersten Eindruck

Häufig wird bei Bewerbungen die Bedeutung der Bewerbungsmappe unterschätzt. Natürlich zählt letztlich vor allem der Inhalt, jedoch vermittelt die Bewerbungsmappe dennoch den entscheidenden ersten Eindruck. Dabei spielt es in aller Regel keine Rolle, ob es sich um eine Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle, eine Initiativbewerbung oder eine Kurzbewerbung handelt. Die Mappe ist meist das Erste, was Entscheider von den Bewerbern sehen und daher sollte auch diese ihren Teil zu einem positiven ersten Eindruck beitragen. Bereits sichtlich mehrfach verwendete Bewerbungsmappen sollten Bewerber daher auch nicht erneut verwenden, ebenso gilt es nicht nur die Bewerbungsunterlagen, sondern auch die Bewerbungsmappe selbst frei von Kaffeeflecken, Eselsohren und sonstigen optischen Makeln zu halten.

Wie ist eine Bewerbungsmappe aufgebaut?

Die Bewerbungsmappe ist mehr als nur ein bloßer Umschlag für die Bewerbungsdokumente. Vielmehr kann sie zu einem positiven Gesamteindruck der Bewerbung beitragen. In der Reihenfolge, in welcher die Bewerbungsunterlagen innerhalb der Bewerbungsmappe angeordnet werden sollten, steht das Bewerbungsschreiben an erster Stelle. Sowohl das lose Einlegen des Anschreibens in die Bewerbungsmappe, als auch die Befestigung mit einer geeigneten Büroklammer auf der Bewerbungsmappe gelten dabei als gängige Vorgehensweisen. Dem Bewerbungsanschreiben folgt dann, wenn vorhanden, das Deckblatt der Bewerbung. Dieses ist vor dem darauf folgenden Lebenslauf eingereiht. Nach dem Lebenslauf kann dann, wenn vorhanden, die „Dritte Seite“ bzw. ein Motivationsschreiben angeordnet werden. Im Anschluss daran können dann wiederum die Zeugnisse und Zertifikate angeordnet werden, welche die vom Bewerber gemachten Angaben in Bewerbungsschreiben und Lebenslauf belegen. Darüber hinaus ist es ratsam, die Zeugnisse und Zertifikate in der gleichen Reihenfolge anzuordnen, in welcher die zugehörigen Tätigkeiten und Stationen im Lebenslauf angeführt werden.

Welche Arten von Bewerbungsmappen gibt es?

Für welche Art von Mappe man sich entscheidet, kann zum einen natürlich eine Frage des Geschmacks sein, zum anderen spielen aber auch die Praktikabilität der unterschiedlichen Bewerbungsmappen und die verschiedenen Vorlieben der Personalentscheider eine Rolle. Zunächst aber unterscheidet man grundsätzlich die folgenden Formen von Bewerbungsmappen:

  • Klemmhefter
  • Zweiteilige Bewerbungsmappen
  • Dreiteilige Bewerbungsmappen
  • Bewerbungsmappen mit Sichtfenster
  • Sonderformen und -formate

Darüber hinaus haben Bewerber bei der Auswahl der Bewerbungsmappe auch die Wahl zwischen verschiedenen Materialien. Übliche Materialien für Bewerbungsmappen sind dabei Kunststoff und Karton. Des Weiteren können sich die Mappen auch in Bezug auf die Anzahl der Klemmschienen unterscheiden.

Auswahl einer Bewerbungsmappe

Die Auswahl einer Bewerbungsmappe sollten Bewerber unter Berücksichtigung der Stelle und des Unternehmens treffen. Handelt es sich beispielsweise um eine Bewerbung für einen Ausbildungsplatz oder ein Praktikum, so kann ein Klemmhefter aus Kunststoff eine gute Wahl sein. Meist hält sich der Umfang der Bewerbung zu diesem Zeitpunkt noch in Grenzen, so dass die Bewerbung durch die Verwendung eines Klemmhefters dennoch übersichtlich bleibt. Handelt es sich hingegen um eine Bewerbung für eine Stelle als Führungskraft, so ist es meist auch kein Fehler, wenn Bewerber sich für eine hochwertigere Bewerbungsmappe entscheiden. Dadurch macht die Bewerbungsmappe nicht nur optisch einen guten Eindruck, sondern kann vor allem bei Bewerbern mit einer längeren Berufserfahrung für mehr Ordnung und damit wiederum für mehr Übersichtlichkeit sorgen. Dies lässt sich beispielsweise durch die Verwendung einer zweiteiligen Bewerbungsmappe bewerkstelligen, die im Vergleich zur dreiteiligen Bewerbungsmappe noch deutlich praktischer in Bezug auf ihre Handhabung ist. Neben diesen klassischen Formen, haben Bewerber aber ebenfalls die Möglichkeit, sich für die auffälligeren Sonderformen zu entscheiden. Für diese Entscheidung gilt es allerdings abzuwägen, ob die jeweilige Sonderform wirklich zu der jeweiligen Branche und zu dem jeweiligen Unternehmen passt. Gerade für Bewerbungen bei konservativen Branchen und Unternehmen kann die Wahl einer klassischen Bewerbungsmappe durchaus vorteilhafter sein.

Ähnliches gilt auch für die Auswahl der Farbe: Grellere und exotischere Farben fallen zwar eher auf, allerdings muss dies nicht immer im positiven Sinne geschehen. Dezentere Farben wie beispielsweise ein dunkles Blau oder ein weinroter Farbton können dafür sorgen, dass sich die Bewerbungsmappe beispielsweise gegenüber ihren schwarzen Pendants abhebt, allerdings ohne, im übertragenen Sinne, förmlich nach Aufmerksamkeit zu schreien. Bei der Bewerbung für einen kreativen Beruf, wie beispielsweise den eines Grafikers, können die Bewerbungsmappen mit einem auffälligeren Farbton und dem damit auch verbundenen höheren Wiedererkennungswert hingegen eine gute Wahl sein.

Eine kleine Checkliste zur Auswahl der Bewerbungsmappe

  • Passt die Bewerbungsmappe in ihrer Form und Gestaltung zur Branche / zum Unternehmen?
  • Passt die Bewerbungsmappe zur Persönlichkeit des Bewerbers?
  • Ermöglicht die Bewerbungsmappe eine übersichtliche Präsentation der Bewerbungsunterlagen?
  • Bietet die Bewerbungsmappe dem Leser eine möglichst angenehme Handhabung?
  • Verhindert die Bewerbungsmappe durch ihre Form zusätzlichen, unnötigen Aufwand (beispielsweise durch ein einfaches Herausnehmen und Einheften der Unterlagen)?